Blog without a name

22.02.2019


Anatomie der Musik II | Eine Arie zu Moll Tonleitern


Letztes Mal haben wir mit Hilfe der Tasten eines Klaviers ziemlich einfach die Struktur von Dur Tonleitern herleiten können. Leider kann man das nicht analog auf Moll Tonleitern übertragen, da das die Anordnung der Tasten auf einem Klavier nicht zulässt.

Außerdem würde eine Erklärung, warum die Halbtonschritte einer Moll Tonleiter zwischen dem 3. Und 4. und dem 7. und 8. Ton liegen den Rahmen dieses Blogs hier sprengen und in die tiefste Philosophie der Musik abdriften.

Ums kurz zu sagen, eine Moll Tonleiter hat – wie eben gesagt – ihre Halbtonschritte zwischen dem 3. und 4. bzw. dem 7. und 8. Ton und klingt etwas bedrückender und nicht so fröhlich wie eine Dur Tonleiter.

Übrigens: Eine Arie ist ein solistisch vorgetragenes Gesangsstück der Klassischen Musik

03.01.2019


Projekt Ivaldi | 1. Einleitung


Wenn man davon ausgeht, dass sich Menschen deshalb entweder kurzzeitig oder dauerhaft an Dinge erinnern, weil die Verknüpfungen in den Synapsen entweder dauerhaft oder kurzzeitig statisch bleiben, aus welchen Gründen auch immer, dann könnte man annehmen, dass unterschiedliche Erinnerungen auf unterschiedliche Weise gespeichert werden, ähnlich die Variablen in einem Computerprogramm. Nur, das wir nicht zwischen einer ganzen Zahl, einer rationalen Zahl, einem Zustand oder einem Textbaustein unterscheiden, sondern zwischen anderen und eventuell komplexeren Typen von sogenannten Variablen.

Das ist das Ziel von Projekt Ivaldi, heraus zu finden ob wir Erinnerungstypen unterscheiden können und wie wir sie unterscheiden können.

Der Name hat im Übrigen keine besondere Bedeutung, ich fand ihn einfach toll.

24.12.2018


Die Anatomie der Musik


Musik besteht - theoretisch gesehen - aus Regeln, die festlegen, wie was wann wo gepielt werden darf. Viele Menschen denken, dass diese Regeln zu komplex sind, dass sie sie nicht auf anhieb verstehen können, allerdings sind sie einfacher als Mathe (finde ich zumindest).


Beginnen wir heute nur einmal mit den unterschiedlichen Tonskalen (Tonleitern) in Dur. Es gibt nämlich ziemlich einfache Regeln, wie sich diese zusammensetzen, und am Ende dieses Beitrags, wird jeder, der motiviert genug ist auch jede Dur Tonleiter spielen können.


Sehen wir uns zu Beginn die einfachste und von meisten Personen gekannte (selbst wenn sie es garnicht wissen) Tonleiter: C-Dur. Diese Tonleiter besteht nur aus weißen Tasten und das allgemeine Volk kann auf dieser Tonskala "Alle meine Entchen spielen".. zumindest nach dem dritten Versuch.


Weil nahezu alle C-Dur schon spielen können ist es für uns doch langweilig und wir schauen uns direkt D-Dur an. D-Dur lässt sich logischer weise nicht nur mit weißen Tasten spielen, da wir sonst wieder C-Dur spielen würden. Also müssen die schwarzen Tasten her. Wir können aber nicht einfach eine schwarze Taste hinzufügen, was man merkt, wenn man es ausprobiert. Dennoch gibt es eine Regel wie wir herausfinden, welche schwarzen Tasten wir benötigen, um D-Dur zu spielen.


Dafür schauen wir uns wieder C-Dur an, weil diese Tonleiter nur aus weißen Tasten besteht. Für den nächsten Schritt ist wichtig zu wissen, dass die schwarzen Tasten ein Halbton einer weißen Taste (bzw. zwei weißer Tasten) sind [darauf werde ich jetzt nicht weiter eingehen, bitte einfach hinnehmen, dass es so ist]. Von C ausgehend "überspringen" wir einen Halbton zu D und noch einen zu E. Zwischen E und F gibt es keine schwarze Taste, also in unsere terminologie auch keinen Halbton den wir überspringen können. Wir nehmen also direkt den nächsten Ton. Von F auf G, A und H überspringen wir wieder einen Halbton und von H auf C "nehmen wir wieder den nächsten".


Wer jetzt gut mitgedacht hat, hat sich vielleicht schon eine Regel aufstellen können: Grundton - Überspringen - Überspringen - Nächster Ton - Überspringen - Überspringen - Überspringen - Nächster Ton.


Und mit dieser Regel lässt sich rückführend D-Dur ohne Probleme bilden: D - E - Fis - G - A - H - Cis - D. Natürlich lassen sich auch alle anderen sieben Dur Tonleitern bilden.


Zum Schluss noch ein interessanter (und eigentlich offensichtlicher) Fakt: Diese Regel gilt nicht nur für Tasteninstrumente sondern lässt sich auf alle anderen Instrumente übertragen. Die einzige Vorraussetzung ist, dass man weiß wo sich die Halbtöne befinden.